Deutschland aus einer anderen Perspektive……

German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer: Auf der Jagd nach dem besonderen Augenblick (DuMont Bildband) 
Gebundene Ausgabe – 6. November 2017
Ich mache selber gerne Fotos und mag tolle Bilder, vor allem Landschaftsaufnahmen. So bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen. Von den „German Roamers“ hatte ich bisher nichts gehört. Als ich dann den Bildband in meinen Händen hielt, war ich positiv überrascht.
Das Buch hat schon einiges an Gewicht. Dafür hat es aber auch einen hochwertigen, stabilen Einband. Darin finden sich dann auf ca. 257 Seiten tolle Fotos und Berichte von den 14 Hauptakteuren. Die Gruppe der „German Roamers“ (übersetzt „Deutsche Wanderer“) setzt sich aus jungen Männern zusammen, die sich über Instagram gefunden und organisiert haben. In einer der beantworteten Fragen, warum keine Frauen im Team sind ist die Antwort: „Das hat bei uns absolut keinen speziellen Grund. Damals waren es quasi nur Jungs, die sich in diesem Bereich bewegt haben.“ Bis heute hat sich daran auch nichts geändert. Zu Gründerzeiten handelte es sich ausschließlich um Amateure. In den Jahren hat sich das aber gewandelt. Nun arbeiten viele aus der Gruppe hauptberuflich als Fotografen.
Der Inhalt gliedert sich wie folgt: unter „Grandiose Abenteuer“ erfahren wir wer die „German Roamers“ sind und wie alles begann. Dann kommt der Verweis auf eine „Blick hinter die Kulissen“ und „die besten Fototipps“. Der Hauptteil beinhaltet die „Atemberaubenden Orte“. Beginnend mit „Up-North“ wo sich Fotos von der deutschen Küstenlandschaft, dem Hinterland und der Heide finden. Dann kommt „Right in the Heart“ mit der „hügeligen Mitte“ Deutschlands. Bilder aus dem Ruhrgebiet findet man hier nicht. Eher Fotos aus der MIttelgebirgslandschaft. Zum Schluss geht es dann „At the very Top“ und somit in die Bayrischen Alpen, wo damals alles angefangen hat.
Die Fotos sind schon beeindruckend. Teilweise gehen sie über zwei Seiten. Neben einer Ortsbeschreibung findet sich oft ein kurzer Text, mit der Entstehungsgeschichte der Fotos. Jeder „Roamer“ hat seine eigene Handschrift. Da finden sich Fotos ohne oder mit Personen, mit Tieren, Burgen, Seen und Flüssen, Sonnenaufgangs- und Untergangsimpressionen …….. Alle haben aber eines gemeinsam. Sie zeigen Orte in Deutschland aus einer dem Betrachter neuen Perspektive. Mir haben unter anderem die Bilder der Hängeseilbrücke im Handstück und vom Baumwipfelpfad in Waldbröl gefallen. Die Fotos inspirieren und machen Spaß an mehr! Sie sind entstanden als „Liebe zu eigenen Heimat“ und das kann man bei jedem der Bilder spüren.
Unter „Unvergessliche Momente“ findet sich die Rubrik „10 Fragen an…“ die einzelnen Mitglieder der „Roamers“. Diese unterscheiden sich bei allen und geben Informationen zu den einzelnen Interessen, Motivationen, Zielen und noch vieles mehr. Hier erfahren wir auch das Alter und den Beruf der Mitglieder und Informationen zu der genutzten Hardware.
Unter „Hinter den Kulissen“ begleitet der Leser die „Roamers“ und steht mit ihnen um 3.20 Uhr auf um einen aufregenden Tag zu erleben. Dieser Endet  erst am späten Abend, bevor er bei Sonnenaufgang von neuem los geht.
Besonders habe ich mich auch über „die besten Fototipps“ gefreut. Hier konnte ich auch viel für mich als Hobbyfotografen mitnehmen. Trotzdem blieb aber auch ein wenig Wehmut. Warum??
Nun ja! Zu den Gründerzeiten der „Roamers“ handelte es sich in erster Linie um jugendliche Mitglieder ohne spezielle Erfahrungen oder Equipment. Es war vielmehr ein Versuch, einen eigenen Stil zu etablieren. Dies hat sich über die Jahre verändert und aus den einzelnen Mitgliedern sind viele Berufsfotografen geworden, die mit den Fotos ihren Lebensunterhalt gestalten. So finden sich bei der Hardware fast durchgehend hochpreisige Kameras und Objektive. „Fast standardmäßig gehört heutzutage auch eine Drohne in das Repertoire eines Fotografen“. Die Nachbearbeitung wird mit PhotoShop durchgeführt. und die im Artikel beschriebene App „PhotoPills“ kostet im App Store gut 11 Euro. Dies desillusioniert mich als „Anfänger“ und ich hätte mir hier ein wenig mehr Tipps und Hilfe aus Anfängersicht gewünscht. Und wenn man schon die schönes Seiten Deutschlands präsentieren möchte, warum benötigt man so viele Anglizismen? Ob hier auch an eine bessere Vermarktung der „German Roamers“ gedacht wird?
Sie finden den Fotoband unter anderem bei Amazon.

 

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