Homecamp: Vom Aufbrechen, Freisein und Ankommen (DuMont Destination Sehnsucht)


Im Jahr 2014 gründeten Doran und Stephanie Francis ein eigenes Unternehmen mit dem Namen „Homecamp“. Sie wollten interessierten Outdoor-Abenteuerern Equipment anbieten, welches ein Leben lang hält. Daraus ist in den Jahren eine bekannte Plattform geworden, die neben dem Shop auch einen Blog mit Reiseberichten beinhaltet.

Nun haben sie als Autoren einen tollen Fotoband auf den Markt gebracht. Darin finden sich viele kurze Geschichten von Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben und ihre Erfahrungen aus ihrem Leben mit und in der Natur weitergeben.

Klappentext:

„HOMECAMP“, DAS IST AUFBRUCH IN DIE NATUR, eigene Wege gehen, sich selbst neu erfinden. Idealisten, Abenteurer und ganz normale Menschen machen sich auf zu großen und kleinen Reisen, die ihr Leben und ihre Sichtweisen verändern und die sie neue Kraft schöpfen lassen. Sie erzählen von Nachtwanderungen und Lagerfeuern, vom Motorrad-Camping und wilden Bergüberquerungen, vom Kochen am offenen Feuer und dem Ziel, ein gutes Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten. Das Buch vereint inspirierende Reiseberichte aus aller Welt, Porträts und handfeste Anleitungen für den nächsten Campingtrip sowie atemberaubende Fotografien, aus denen eine tiefe Liebe und Verbundenheit zur fragilen Natur unseres Planeten spricht.“

Das Buch ist in einem hochwertigen festen Einband gebunden und hat 272 Seiten. Gerne hätte ich mir wieder ein Einlegeband gewünscht, um schnell eine Seite wiederzufinden. Ich habe es in einem Buchladen liegen gesehen und fühlte mich vom Cover und dem rückseitigen Text angesprochen. Das liegt wohl auch daran, das ich mir gerne Fotobände anschaue und auch die Geschichten dazu interessant finde.

Hier stehen aber nicht nur die Fotos im Mittelpunkt, sondern auch die einzelnen Geschichten dazu. Es sind nicht immer die typischen Aussteiger-Storys, die man in diesem Buch findet. Auch gehen nicht alle Storys ins Detail und ziehen sich in die Länge. Meist sind es zwei drei Seiten mit einfühlsamen Geschichten von Menschen, die in der Natur etwas ganz besonderes gefunden haben.

Hand aufs Herz, wann waren Sie das letzte Mal ohne Taschenlampe in der freien Natur, fern von Dörfern und Städten und deren künstlichen Beleuchtung. Einer der Geschichten berichtet genau von diesem Gefühl das entsteht, wenn man diesen Schritt wagt und was man dabei erleben kann.

Die Geschichte von Alastair Humphreys bringt das Thema „Abenteuer“ auf den Punkt. Wir  „Otto-Normalverbraucher“ machen keinen Trail durch die Wüste oder besteigen weltbekannte 8000er Gipfel. Vielmehr kann man sein Abenteuer auch „vor der Haustür“ finden und sich darauf einlassen. Er nennt das ganze „Mikroabenteuer“ und motiviert in seiner Story den Leser seine eigene Heimat mit neuen Augen zu sehen.

Natürlich findet man dann auch die ein oder andere Geschichte von den Aussteigern, die das Leben in der Stadt und dem beruflichen Stress aufgegeben haben, um sich in der Natur zu verwirklichen. Jeder findet irgendwie einen eigenen Weg: Müllsammeln an Stränden, einen VW-Bus zum Coffee-Shop umbauen, Yoga- und Surfen an der tropischen Malabar-Küste. Jeder hat seinen Weg und sein Glück gefunden.

Alle Geschichten spielen aber in der Natur und deren Schönheit, Einzigartigkeit und Verletzlichkeit. Wahrscheinlich ist es genau das, was die Menschen dazu bewegt herauszugehen und neue Wege zu finden. Raus aus dem Alltagstrott, dem Beruf und den monotonen Stadtmauern.

Zu den Geschichten finden sich auch tolle Fotos. Manche gehen über zwei Seiten und lassen mein Herz höher schlagen. Einzigartige Momente, epische Landschaften, entspannende Aussichten und vieles mehr. Bilder die man nicht alle Tage sieht.

Und wer es dann wagen sollte, sich ebenfalls auf den Weg zumachen, findet im hinteren Teil des Buches ein paar Seiten mit praktischen Hinweisen. So erfährt man dann z.B. wie man eine Campingreise plant, seinen Zeltplatz einrichtet, ein Lagerfeuer entfacht, auf dem offenen Feuer kocht (mit Rezepten) und zum guten Schluss auch keine Spuren hinterläßt.

Mich regt das Buch dazu an, einfach mal abzuschalten. Mich mit einer Tasse Kaffee hinzusetzen und die ein oder andere Geschichte zu lesen und auf mich wirken zu lassen. Es streichelt meine Seele und läßt die Sehnsucht aufkommen, eine weite Reise zu unternehmen und den Alltag hinter mir zu lassen. Oft denke ich dann auch an durchgeführte Reisen  und Orte zurück oder an meine Kindheit, in der ich zum Beispiel mit einem Zelt in einem Wald genächtigt und Nachtwanderungen (ohne Taschenlampe) erleben durfte. Das Buch ist ein ideale Geschenkidee für Natur- und Fotoliebhaber oder einfach nur für liebe nette Menschen, die einen Weg raus in die Natur suchen.

Beenden möchte ich meine Rezension mit meinem Lieblingszitat aus dem Buch:

Es geht darum, die eigenen Lebensumstände oder seine Heimat aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sobald man erfährt, dass man Wildnis und Abenteuer gleich um die nächste Ecke finden kann, hat man weniger Ausreden, um Zeitmangel oder fehlende Mittel für die eigenen Trägheit verantwortlich zu machen.

(Zitat von Alastair Humphreys aus „Homecamp“ – Dumont Verlag 2019 / Seite 143)

DuMont Bildband Homecamp: Vom Aufbrechen, Freisein und Ankommen (DuMont Destination Sehnsucht) Gebundenes Buch – 5. März 2019

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: DUMONT REISEVERLAG; Auflage: 1 (5. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770182243
  • ISBN-13: 978-3770182244
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 3,4 x 29 cm
  • Link zu Amazon

Wer noch etwas über die Autoren und deren Shop und Blog erfahren möchte, findet diese Informationen über folgenden Link:

https://homecamp.com.au/about/

(HINWEIS: ALS AMAZON-PARTNER VERDIENE ICH AN QUALIFIZIERTEN KÃUFEN. AMAZON UND DAS AMAZON-LOGO SIND WARENZEICHEN VON AMAZON.COM, INC. ODER EINES SEINER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN.)
Das Buch wurde mir vom Verlag zu einer Rezension zu Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich bei dem Verlag bedanken. Ich suche mir die Bücher selber aus und die Rezensionen spiegeln meine eigene Meinung zu dem Buch wieder. Wenn mir was nicht gefallen sollte, so schreibe ich dies auch nieder. Die Bilder stammen aus meiner Kamera.

 

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