Lonely Planet Himmelleuchten: Der ultimative Travelguide für den Blick nach oben (Lonely Planet Reisebildbände)


An diesem Wochenende werden die Geminiden am Nachthimmel zu sehen sein. Es ist einer der größten Meteorströme und in einer Stunde sind 100 bis 200 Meteore zu sehen. Dem Beobachter kann sich also bei unbedecktem Himmel ein einzigartiges Schauspiel bieten. Aber was macht man bei bedecktem Himmel? Nun ja! Ich habe da einen kleinen Tipp:

Klappentext:

„Erinnert euch daran, nach oben in die Sterne zu blicken und nicht nach unten auf eure Füße!“ STEPHEN HAWKING

Dieser einzigartige Guide verrät die weltbesten Orte für Sterngucker und Astro-Touristen. Lonely Planet empfiehlt 35 Dark-Sky-Reservate und über 60 von der Dark Sky Association offiziell ausgezeichnete Nationalparks, ganz ohne Lichtverschmutzung, vom Westhavelland bis Japan.
Präsentiert werden die spektakulärsten Meteoritenschauer, die Sonnenfinsternisse der nächsten 10 Jahre und die besten Gelegenheiten für Polarlichtjäger. Wer sich in den Kosmos träumt, kann NASA-Raketenstarts beobachten und – für besonders Abenteuerlustige – das Neueste zum Weltraumtourismus erfahren. Dazu kommen Tipps zu den besten Reisezeiten, was man mitbringen sollte und was man dort bei Tageslicht unternehmen kann.
Auf zu den Sternen!

Das im Oktober herausgekomme Buch beschäftigt sich intensiv mit dem „Himmelsleuchten“ und allem was damit zu tun hat. Wie der Name im Titel schon sagt, versteht er sich als „Reiseführer“ für den Nachthimmel und für alles was mit dessen Beobachtung zu tun hat. Und da verspricht der Titel nicht zu viel. Vor mir liegt ein kompakter, handlicher Einband mit einem ansprechenden Cover. Die 288 Seiten sind in Hochglanz gedruckt, so dass die darin zu findenden Fotos gut zur Geltung kommen. Leider fehlt hier ein Leseband, was ich mir gerade bei diesem Werk gut vorstellen könnte.

Die Autorin Valerie Stimac hat in ihrem Werk wirklich viele tolle Informationen verarbeitet. Auf den ersten Seiten stehen zwei einleitende Texte, die sich mit dem geschichtlichen Verlauf der Himmelserkundung beschäftigen und den Leser noch mal neu für das all abendliche „Spektakel“ am Himmel begeistern. Was für Menschen aus früheren Jahren zum allabendlichen Leben gehörte ist in der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten. Schlimmer noch! 80% der Bevölkerung lebt unter einem durch künstliches Licht lichtverschmutzten Himmel. Dies wurde im „Science Advances“ 2016 veröffentlicht.

 

Glücklicherweise hat sich aber in vielen Ländern die Einstellung zu diesen Lichtverschmutzungen geändert. Es gibt die sogenannten „Dark Sky Places“, wo man darauf geachtet hat, die Beleuchtungen zu reduziere oder anders auszurichten, wie z.B. auf den Boden und nicht nach allen Seiten bzw. nach oben. Auch diese Orte werden in diesem Buch vorgestellt.

Aber das ist nicht alles! Die Autorin führt „Step by Step“ in die Thematik ein. So heißt das erste Kapitel „Sternenbeobachtung“ und gibt unter anderem Infos zum richtigen und besseren Beobachten. Für alle die sich für das Thema Astrofotografie interessieren, bietet das Buch auch ein paar Hinweise zum richtigen Equipment und den richtigen Einstellungen. Für mich als „Hobby-Fotografen“ ist da einiges herauszuholen, wo sicherlich einem „Profi“ nur ein Lächeln zu entlocken ist. Dafür bekommt dieser aber im späteren Verlauf viele Hinweise zu den passenden Locations.

Wie bereits erwähnt geht es im folgenden Kapitel um die sogenannten „Dark Sky Places“ oder zu deutsch „Dunkle Orte“. Hier geht es um die 35 Orte, die von der International Dark-Sky Association als sogenannte Lichtschutzgebiete ausgewiesen sind. Diese sind auf der ganzen Welt zu finden. Und man muss auch gar nicht so weit fahren, um eines dieser Gebiete zu erreichen. So ist es in Deutschland der Nationalpark Eifel oder der Naturpark Westhavelland oder bei unseren niederländischen Nachbarn der Nationaal Park Lauwersmeer. Zu den einzelnen Orten gibt es Hinweise zur geografischen Lage, geschichtlichen Hintergründen oder auch Tipps zu einer passenden Unterkunft. Rechts finden sich dann noch mal ein paar „komprimierte“ Informationen zum beschriebenen Ort und praktische Informationen zur empfohlenen Reisezeit und weiterführenden Infos im Netz.

Weiter geht es im Buch mit folgenden Kapiteln:

    • Astronomie erleben
    • Meteorströme
    • Polarlichter
    • Sonnenfinsternisse
    • Weltraumbahnhöfe
    • Weltraumtourismus

Hier verraten die Überschriften schon, warum es geht. Daher will ich auch gar nicht so genau darauf eingehen. Neben der Beschreibung zu den Themen findet man auch hier viele Informationen wie z.B. Orte, Daten, Reisezeiten, Raketenstarts oder empfohlene Unterbringungen. Wer also im Jahr 2028 eine totale Sonnenfinsternis erleben möchte, sollte sich auf den Weg nach Australien machen. In der dortigen Totalitäszone hat die Sonnenfinsternis ein Maximum von 310 Sekunden (5 Minuten, 10 Sekunden). Derjenige der genug Taschengeld zu Verfügung hat, bekommt hier Hinweise zu Unternehmen, wo er angefangen bei 75.000 US$ einen suborbitalen Raumflug oder auch einen Aufenthalt auf der ISS buchen kann. Für weit weniger Geld kommt man aber auch in einer lichtverschmutzten Großstadt in den Genuss eines sternklaren Himmels. Schauen Sie einfach mal, wo das nächste Planetarium ist.

Wer mal in Florida sein sollte, kann ich nur zu einem Besuch im Kennedy Space Center raten. Es empfiehlt sich eine Tagestour zu planen, da es dort für Groß und Klein wirklich viel zu sehen und zu bestaunen gibt.

Mir als Leser wurde beim Lesen des Buches mal wieder bewusst, welch wunderbares Schauspiel uns jeden Abend am nächtlichen Himmel erwartet. Ich muss nicht auf die kommende Sonnen- oder Mondfinsternis warten, sondern kann bei klarem Himmel auch einfach nur die Sterne und Planeten auf mich wirken lassen. Vielleicht ist es auch eine gute Idee einfach mal mit der Familie raus in die Natur und sich nach einem gemütlichen Picknick mit Matten und Decken auf eine freie Wiese zu legen und den gemeinsamen Blick auf den Sternenhimmel zu werfen.

Auch haben mir die im Buch zu findenden Fotos gefallen. Sie ergänzen die Texte optisch und sind wirklich ansprechend. Die Bilder sind nicht von der Autorin selber, sondern aus verschiedenen kommerziellen Foto-Plattformen aus dem Netz. Warum auch nicht, da hier wirklich tolle Fotos zu den Themen zu finden sind.

Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der sich für das Thema interessiert und sein Wissen vertiefen möchte. Vielleicht kann es auch als Geschenk den Leser mit der Thematik begeistern? Es ist ein sehr informatives und beeindruckendes Werk. Man merkt, dass die Autorin sich mit „Herz und Seele“ mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Die Texte sind kurz und knapp gehalten, liefern aber ausreichend Informationen. Wer sich näher mit dem ein oder anderen Thema befassen möchte, findet hier auch weiterführende Links.

 

Lonely Planet Himmelleuchten: Der ultimative Travelguide für den Blick nach oben (Lonely Planet Reisebildbände)

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: LONELY PLANET DEUTSCHLAND; Auflage: 1 (4. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3829726929
  • ISBN-13: 978-3829726924
  • Größe und/oder Gewicht: 17,3 x 2,6 x 21,7 cm
  • Link zu Amazon

 

Infos zur Autorin:

Valerie Stimac

Weiterführende Seiten:

Weitere Empfehlung zum Thema Astrofotografie:

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Die Welt bei Nacht von Babak Tafreshi (Dumont Buchverlag)

Eine Rezension dazu  finden Sie hier.

 

(HINWEIS: ALS AMAZON-PARTNER VERDIENE ICH AN QUALIFIZIERTEN KÃUFEN. AMAZON UND DAS AMAZON-LOGO SIND WARENZEICHEN VON AMAZON.COM, INC. ODER EINES SEINER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN. DER OBULUS WANDERT IN DIE FINANZIERUNG DIESES BLOGS.)
Das Buch wurde von uns vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezensionen spiegelt meine/ unsere eigene Meinung zu dem Buch wieder. Wenn mir was nicht gefallen sollte, so schreibe ich dies auch nieder. Die Fotos stammen aus meiner Kamera. Für das Beitragsbild habe ich ein Foto von Miriam Espacio von Pexels mit eingearbeitet. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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