„Aus-Flug“, im wahrsten Sinne des Wortes

Am vergangenen Wochenende wurde ich gefragt, wie spontan ich wäre. Ich sagte, dass ich doch recht spontan sei und bekam die Einladung einen Rundflug mit einer Cessna zu machen. Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war doch ein wenig aufgeregt und habe schnell meine Sachen gepackt. Unter anderem sollte ich auch meine Kamera mitnehmen, um ein paar Fotos zu machen.

Mit dem Auto ging es dann zum Verkehrslandeplatz „Schwarzen Heide“ bei Dinslaken. Mein Bekannter hat einen Flugschein und dort eine Maschine gechartert. Unterwegs erzählte er mir, wie der Flug ablaufen sollte. Erst zum Verkehrslandeplatz Borkenberge, um dort mit einem weiteren Bekannten einen Kaffee zu trinken. Danach noch mal in Richtung Rhein nach Emmerich und zurück zur „Schwarzen Heide“.

Ich fragte, ob es auch eine Brechtüte an Bord geben würde. Diese würde es geben. Ich sollte aber einfach sagen, wenn was nicht in Ordnung wäre und dann würde er den Flug abbrechen. Ich solle mir aber keine Sorgen machen. Leichter gesagt als getan!

Nachdem wir angekommen waren, ging es erst einmal zum Tower. Dort mussten wir die Tasche für die Maschine abholen. Danach ging es dann an den Hangars vorbei zur Maschine, die schon draußen stand. Es handelt sich dabei um eine Cessna SkyHawk SP.

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Nach Kontrolle des Ölstands, der Treibstoff-Menge und des Pre-Checks stiegen wir ein. Es ist schon ein komisches Gefühl. Bisher bin ich nur bei Linienflügen mitgeflogen und hatte einen Helikopter Flug über den Grand Canyon hinter mir. Hier sitzt man dann als „Copilot“ direkt hinter einem Flugsteuer und schaut dem Piloten auf die Finger. Motor an und dann noch einmal zum Tanken.

Und dann wurde es ernst. Kopfhörer auf, Mikro an den Mund und Kontaktaufnahme mit dem Tower. Nach Startfreigabe rollten wir dann zur Bahn. Ich dachte immer, dass es bei einem kleinen Flugzeug unruhiger und wackliger ist, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Maschine hob schnell ab, kam schnell auf Höhe und lag ruhig in der Luft. Wow! Was für ein tolles Gefühl!

Die Aussicht ist nicht mit der einer Drohne zu vergleichen. Die Landschaft zieht an einem vorbei und ich wusste nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Nach einer kleinen „Einführung“ in die vor mir zu sehenden Instrumente und Bedienelemente, bekam ich auch die Aufgabe mich wie beim Autofahren auch immer umzusehen und den Luftraum mit zu überwachen.

Wir sind dann Richtung Lüdinghausen, vorbei an unserer Siedlung, am Movie Park Bottrop und dem Stausee in Haltern vorbei. Dann ging es auch schon wieder in den Landeanflug in Borkenberge. Bis dahin waren es gut zehn Minuten, aber für mich war es eine „kleine Ewigkeit“. Auch die Landung war geschmeidig. Nachdem mein Bekannter die Maschine auf dem „Seitenstreifen“ abgestellt hatte, ging es zu einem guten meines Bekannten in einen der Hangars neben der Start- und Landebahn. Bei einem Kaffee unterhielten wir uns über die Fliegerei und die gemachten Erfahrungen. Dann ging es auch schon wieder weiter. Rein in die Maschine und wieder ab in die Lüfte.

Und wieder ging es über Felder, Straßen, Dörfer, Städte….  Alles sieht so klein aus. Man vergisst das „Drumherum“. Mein Bekannter meinte, es wäre für ihn wie ein „kleiner Urlaub“. Raus aus dem Alltag, alles ausblenden, sich auf das Flugzeug konzentrieren und genau dies mit vollen Zügen genießen.

Nachdem wir Borken passiert hatten, ging es Richtung Rhein bei Emmerich. Unterwegs wurden die Wolken dunkler. In der Ferne sah man eine Regenfront. Diese haben wir dann umflogen und sahen dann den Rhein.

Hier sind wir dann ein paar Kilometer den Flusslauf gefolgt und sind dann wieder zurück zur „Schwarzen Heide“. Wie auch schon bei dem ersten Flug, ging auch dieser viel zu schnell zu Ende. Plötzlich lag die Landebahn vor uns. Nach Lande-Freigabe durch den Tower ging es wieder runter. Auch hier lief alles unproblematisch ab. Ich fühlte mich jeder Zeit sicher und Dank meines Bekannten in guten Händen.

Nachdem die Maschine dann wieder vor dem Hangar stand, stiegen wir aus und räumten unsere Sachen zusammen. Ich war noch gar nicht wieder richtig „gelandet“. Meine Gedanken waren noch in der Luft und mussten die Eindrücke verarbeiten, die ich machen durfte. DANKE! Danke für die Möglichkeit, mitfliegen zu dürfen und diese Erfahrungen machen zu dürfen. Es war einfach unglaublich!

 

Die Fotos und Videos habe ich mit meinem iPhone X und der Sony Alpha 6000 erstellt. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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