Barnie und die heimlichen Denker (Marieluise Ritter) – tredition


Die Corona-Zeiten sind nicht nur beruflich eine Herausforderung, wenn man so wie ich im Krankenhaus arbeitet. Es ist auch für uns als Eltern mit pubertierenden Kindern im Distanzunterricht eine zusätzliche Belastung. Das wird sicherlich vielen Eltern so gehen. Klar geht es auch oftmals vor die Tür, um einfach mal durchzuatmen. Bei dem trüben regnerischen Wetter zieht man sich auch gerne mal mit einem heißen Tee, einer warmen Decke und einem guten Buch zurück. Und vielleicht muss es dann nicht immer ein Thriller, Action-Titel oder dystophischer Roman sein. Einfach mal runterkommen und sich auf die „Basics“ besinnen. Aus dem Grund habe ich mir ein Kinderbuch in die Hand genommen, welches ich Ihnen in meiner folgenden Rezension einmal vorstellen möchte.

The english version of the text can be found below.

Klappentext:

Border Collies gelten als die besten Hütehunde der Welt. In Schottland und Irland bringt man ihnen bei, eine Herde weitestgehend selbständig zu hüten. Barnie, ein Border Collie mit großartigem Stammbaum, hat schon bei fünf Herden versagt. Immer wieder überwältigt ihn seine panische Angst vor Schafen, die auf einem schlimmen Erlebnis beruht. Schafe merken so etwas natürlich schnell und haben es immer schamlos ausgenutzt und seine Angst damit vermehrt. Seine letzte Chance ist die Probezeit bei Schäfer Bastian. Dort trifft er auf eine neugierige junge Heidschnucke, die schon immer mehr sein wollte als ein dummer grasfressender Wollteppich. Sie heißt Zuckerschnucke und versteckt ihre Intelligenz gut, denn sie fürchtet die Boshaftigkeit ihrer denkfaulen Mitschafe. Sie ahnt, dass der gutmütige Barnie ein Außenseiter ist wie sie selber, und will ihn heimlich bei den Hüte-Tests unterstützen. Dabei entdeckt sie zu ihrer Verblüffung andere intelligente Ausnahme-Schafe. Acht Schnucken und Lämmer tun sich zusammen und machen mit, obwohl – oder gerade, weil – es absurd scheint, einem Hund zu helfen. Nachts tüfteln sie in ihrem Geheimclub Strategien aus und versuchen schlauer zu sein als Schäfer, Haupthund und Herde. Schließlich müssen sie aber einsehen, dass gut gemeint das Gegenteil von gut ist. Und doch findet sich für Barnie eine glückliche Lösung, mit der alle zufrieden sind, sogar der eifersüchtige Haupthund Gobbo, der Barnie anfangs gar nicht leiden konnte.

Mit zunehmenden Alter fällt es schwerer, sich in Kinder und deren Sicht der Dinge einzulassen. Diese leben in ihrem eigenen „Mikrokosmos“, in dem andere Regeln und Abläufe herrschen. Da wird das Kinderzimmer zum Beispiel zu einem Schloss, einem Pferdestall, einem StarWars Universum oder einem Baumhaus. Der Fantasie der Kinder sind (glücklicherweise) keine Grenzen gesetzt. Wahrscheinlich wird es ihnen daher auch nicht schwerfallen, sich auf dieses Buch einzulassen.

Ehrlich gesagt, brauchte ich zu Beginn ein wenig Zeit, mich auf diese Geschichte einzulassen. Das liegt aber eher daran, dass ich immer eine Weile brauche mich mit einem Buch zu erden, um in die Geschichte zu kommen. Meist habe ich abends gelesen und habe damit den Alltagsstress gut hinter mir lassen können. Oft ging mir beim Lesen ein Lächeln über das Gesicht und manchmal brachte mich das ein oder andere Kapitel zum Nachdenken.

Das Buch selber liegt mir als Taschenbuch-Ausgabe vor. Es ist ordentlich verarbeitet und hat ein Hochglanz-Cover. Auf der Frontseite schaut mich der tierische Protagonist der Geschichte „Barnie“ mit seinen unterschiedlichen gefärbten Augen direkt an. Auf der Rückseite gibt es eine kurze Inhaltsangabe und Informationen zur Autorin Marieluise Ritter, sowie zur Illustratorin Sylvia Ritter. Die Seiten sind beidseits gut gefüllt und die Schriftgröße ist gut gewählt. Hin und wieder finden sich kursiv dargestellte Abschnitte, in denen die „Erzählerin“ uns ein paar weitere Informationen zur Geschichte liefert oder einfach mal ihre Meinung äußert. Aufgelockert wird der Text durch teils farbig und Schwarz-weiß gestaltete Illustrationen.

Wer meine Rezensionen kennt weiß, dass ich nicht viel über die Geschichte selber berichte. Aber woher soll der ein oder andere Interessierte dann wissen, warum er das Buch lesen sollte? Da bleibt mir nur zu sagen, sich einfach mal wieder auf ein Abenteuer einzulassen. Wie ich schon oben kurz anriss, eine andere Perspektive einzunehmen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Und auch die Autorin greift genau diesen Aspekt in ihrem Buch auf Seite 24 auf und schreibt dazu:

„Da sieht man es wieder! Es trägt zum inneren Gleichgewicht bei, die Welt mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten“ 

(aus „Barnie und die heimlichen Denker“ Seite 24)

Passend dazu findet sich auch ein Bild einer „kopfstehende“ Heidschnucke in der unteren Ecke.

img_9311

Wie ich schon schrieb, hat mir der Inhalt des Buches das ein oder andere Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Vor allem liegt es an der Darstellung und der Interaktion der im Buch auftauchenden menschlichen und tierischen Charaktere. Marieluise Ritter gelingt es den Leser in die unterschiedlichen Welten von Menschen und Tieren mitzunehmen, indem sie uns an den Gedanken der Protagonisten teilhaben lässt. So erfährt der Leser was der Schäfer Bastian und die anderen menschlichen Akteure denken fühlen und von sich geben und auf der anderen Seite nimmt sie uns mit in die mögliche Gedankenwelt der tierischen Darsteller wie den Hunden Barnie, Gobbo und Zuckerschnucke. Um aber auch nicht die „Realität“ nicht völlig zu vermischen, können Mensch und Tier nicht miteinander „reden“. Klar gibt es hier, wie im echten Leben, Kommandos für die Hüte-Hunde, aber auch die Hunde können durch ihr agieren auf ihre Wünsche aufmerksam machen.

Dadurch, dass der Leser in die unterschiedlichen Welten von Mensch und Tier eintauchen kann und damit alle versteht, bekommt er einen tieferen Einblick von allem. So entsteht eine tolle Geschichte, die zum Weiterlesen anregt und ein schönes Ende findet. Hin und wieder musste ich an „Shaun das Schaf“ denken. Auch hier gibt es ein „intelligentes“ Schaf, welches aber mit der Zeit herausfindet, dass es nicht alleine ist. Intelligenz bedeutet aber hier nicht, dass die Schafe wie Menschen Denken oder Handeln. Sie unterscheiden sich aber von den anderen Tieren der Herde, welche sich in erster Linie nur für das Futter vor ihrer Nase interessieren. Zuckerschnucke findet in der Herde aber schnell Gleichgesinnte und so bilden sie den Club der „Heimlichen Denker“. Sie beobachten ihren Schäfer Bastian und sein tägliches Tun; die Gruppen von Menschen, welche sich als „Touristen“ der Schafherde nähern und auch den Hüte-Hund Gobbo und dem neu hinzugekommenen Border Collie Barnie. Toll ist es einfach, wie sie genau diese andere Welt wahrnehmen. So hört Zuckerschnucke immer zu, wenn Bastian das Radio einschaltet. Sie versucht die dort gehörten Dinge zu verstehen und sich ein Bild von der Welt zu machen. Dabei entstehen aber immer wieder lustige Wortschöpfungen und Blickweisen. So hört sie zum Beispiel im Radio einen Nachrichten-Bericht über „Rebellen und Schafschützen“, macht daraus aber „Reh-Bellen und Schaafschützen“. Daraus ergibt sich dann für sie die Frage, warum den nun auch Rehe das Bellen erlernen. Sollen sie die Hüte-Hunde unterstützen? Der Wagen, der eines Tages Barnie mitbringt, ist auch kein „LKW“ sondern ein „Elkkaweh“. Diese Wortwitze und Gedankengänge ziehen sich durch das ganze Buch und bringen eine gehörige Portion Humor in die Geschichte.

Es bleibt aber nicht nur beim Spaß und Humor. Marieluise Ritter baut in ihre Geschichte aber auch Wissen und Informationen ein. Klar geht es dabei in erster Linie um das Leben und dem Beruf des Schäfers mit allen seinen Facetten. Es ist aber nicht wie ein Lehrbuch aufgebaut. Vielmehr kommen diese Hintergründe häppchenweise dazu und so habe ich vieles über den Sinn und Zweck der Schafherden in der Lüneburger Heide in Erfahrung bringen können. In der „Danksagung“ zum Schluss kann man sich auch die diversen Informationsquellen ansehen, die Marieluise Ritter zu Rate gezogen hat.

img_9310

Zu guter Letzt erzählt die Autorin aber auch von Ängsten, Hoffnungen und Wünschen von Mensch und Tier. Und genau das hat mich zwischendurch zum Nachdenken angeregt. Ein Appel sich seinen Ängsten zu stellen, seinen Weg zu gehen, über seinen Schatten zu springen, sich selber wahr zu nehmen und Selbstbewusst zu werden, mutig zu sein, Gemeinschaft zu erleben, Freundschaften zu schließen, auch mal Fehler machen zu dürfen und sich mit der Zeit immer weiter zu entwickeln. Hier spielt die Autorin ihre langjährige Erfahrung als Märchenerzählerin für Erwachsene und Kinder, sowie Vorleserin und Geschichtenschreiberin für Theater, Hörspiele, Bilderbücher und Erzählbände für Kinder und Erwachsene aus.

Ich kann das Buch nicht nur der angesprochenen Altersgruppe von 8 bis 12 Jahren empfehlen, sondern auch jugendlichen und erwachsenen Lesern. Hier gibt sich auch die Gelegenheit mit seinem Kind ins Gespräch zu kommen und die im vorherigen Abschnitt genannten Themen zu thematisieren. Es eignet dadurch auch hervorragend als „Vorlesebuch“. Die tollen eingestreuten Illustrationen sind kindgerecht gehalten und fördern die Fantasie des Lesers. Lassen sie sich einfach darauf ein und lassen den Alltag hinter sich!

Barnie und die heimlichen Denker

Barnie und die heimlichen Denker (Marieluise Ritter) – tredition

  • Herausgeber : tredition; 1. Edition (26. Januar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Taschenbuch : 224 Seiten
  • ISBN-10 : 3347246063
  • ISBN-13 : 978-3347246065
  • Lesealter : 8 – 12 Jahre
  • Abmessungen : 14.8 x 1.3 x 19 cm
  • Link zu Amazon

zum Autor:

Foto MLR

Marieluise Ritter (von einer gewissen Altersstufe meistens “Frau Wulle“ genannt) stammt aus Frankfurt am Main und wohnt nach kurzen Unterbrechungen seit 1986 wieder freiwillig daselbst, aber in einem ruhigen, ländlichen Vorort. Nach dem Studium von Musikpädagogik, Erziehungswissenschaften und Philosophie private Schauspiel- und Gesangsausbildung, während die Brötchen 6 Jahre lang im staatlichen Schuldienst erworben wurden. Von ihrem ersten Ehemann lernte sie das Puppenspiel, mit ihm zusammen entdeckte sie auch den Spaß am Hörspielmachen. 1973 gründete sie das frankfurter figurentheater. Die Stadt stellte im Rothschildpalais eine feste Spielstätte zur Verfügung. Im Repertoire befanden sich seit dem Beginn ausschließlich eigene Theaterstücke, bisher insgesamt 53 an der Zahl. Die erste LP mit eigener Theatermusik entstand 1976. Danach jedes Jahr eine weitere Hörspiel- oder Liederproduktion. Daraus hervorgehend die Gründung des Nashorn-Verlags, später umbenannt in edition frankfurter figurentheater. 1980 bis 82 rasselte der biologische Wecker. Nach dem Motto wenn schon, denn schon kurz nacheinander drei Kinder. Das Ende des festen Theaters kam 1985 durch den Umbau des Rothschildpalais zum Jüdischen Museum und die Unfähigkeit der Kulturbehörde, andere adäquate Räume bereit zu stellen. Dramatisch, aber im Prinzip dankenswert, weil mehr Zeit für die eigenen Kinder blieb und das Weiterentwickeln brach liegender Talente nötig wurde. Seither arbeitet Marieluise als Märchenerzählerin für Erwachsene und Vorleserin, schreibt weitere Geschichten für Theater, Hörspiele, Bilderbücher und Erzählbände und betätigt sich als Stimm- und Sprechcoach. Das frankfurter figurentheater gibt als Tourneetheater Gastspiele überall da, wo es eingeladen wird. Zur Zeit schläft es allerdings wegen Corona den Dornröschenschlaf. Es findet sich unter www.frafithe.de . Das große Hörspiel- und Liederrepertoire kann man unter www.ohrsicht.de erkunden.

SylviaRitter_Growth_SelfPortraitSylvia Ritter (Illustratorin) begann Anfang 2008 regelmäßig zu zeichnen und zu malen. Von Fineliner-Zeichnungen über Vektorkunst, Bleistiftzeichnungen, Bildhauerei, Scheren- und Linolschnitte, Stoffdesign bis zu Öl- /Acrylmalerei und Typografie experimentierte sie in zahlreichen Techniken, bis sie schließlich ihr Lieblings-Medium fand, die digitale Malerei. Nach ihrer Ausbildung in einer Fotografen-Agentur begann sie als freischaffende Künstlerin zu arbeiten. Inspirieren lässt sie sich von vielen Kunstwerken. M.C. Escher, McQuarries Star Wars Konzeptkunstwerke und das Gemälde Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich findet sie besonders faszinierend. Aber auch die Tierwelt hat es ihr angetan. Sylvias Tierbilder hängen in Wohn- und Kinderzimmern in vielen Ländern. Das Thema animalische Kraft durchzieht prominent ihr gesamtes Werk. So hat sie sich von den Namen der Ubuntu-Versionen zu einer Serie inspirieren lassen: eine Fülle skurriler, bezaubernder Fantasy- Mutationen aus der gesamten Fauna. Ein weiteres laufendes Projekt ist ihr Tarot-Kartenset mit idealisierten Tiermotiven. Neben der Erledigung von Aufträgen für Festivals, Musiker, Labels, Autoren, Buch- und Spielverlage entwickelt sie zusammen mit ihrem Ehemann Leonard Ritter NOWHERE, ein Simulationsspiel außerirdischen Lebens. Es handelt von sozialer KI, Handel, Forschung, Kultivierung, Freundschaften und der Erhaltung des Friedens und beinhaltet originelle narrative Verzwicktheiten (www.duangle.com). Wer sich für ihr Werk interessiert, entdeckt unter www.shop.sylvia-ritter.com eine fantastische Anderswelt in einem Feuerwerk von Farben, Formen und kuriosen Ideen.

(HINWEIS: ALS AMAZON-PARTNER VERDIENE ICH AN QUALIFIZIERTEN KÃUFEN. AMAZON UND DAS AMAZON-LOGO SIND WARENZEICHEN VON AMAZON.COM, INC. ODER EINES SEINER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN. DER OBULUS WANDERT IN DIE FINANZIERUNG DIESES BLOGS.)
Das Buch wurde von uns von der Autorin zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen spiegelt meine/ unsere eigene Meinung zu dem Buch wieder. Wenn mir was nicht gefallen sollte, so schreibe ich dies auch nieder. Die Fotos stammen aus meiner Kamera. Für das Beitragsbild habe ich ein Foto aus meiner Kamera mit eingearbeitet. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Welcome on my blog

Corona times are not only challenging professionally when you work in a hospital like I do. It is also an additional burden for us as parents with pubescent children in distance learning. I’m sure many parents feel the same way. Of course, we also often go outside to just take a breath. In the gloomy, rainy weather, we also like to retreat with a hot cup of tea, a warm blanket and a good book. And maybe it doesn’t always have to be a thriller, action title or dystopian novel. Just come down and reflect on the „basics“. For this reason, I picked up a children’s book, which I would like to introduce to you in my following review.

Blurb:

Border Collies are considered the best herding dogs in the world. In Scotland and Ireland they are taught to herd a flock as independently as possible. Barnie, a Border Collie with a great pedigree, has already failed with five herds. Time and again he is overcome by his panic fear of sheep, which is based on a bad experience. Sheep are naturally quick to notice such things and have always shamelessly exploited it, thus increasing his fear. His last chance is a trial period with shepherd Bastian. There he meets a curious young Heidschnucke who has always wanted to be more than a stupid grass-eating woolly rug. Her name is Zuckerschnucke and she hides her intelligence well, for she fears the malice of her fellow sheep who are lazy in thinking. She suspects that the good-natured Barnie is an outsider like herself and secretly wants to support him in the herding tests. In the process, to her amazement, she discovers other intelligent exceptional sheep. Eight sheep and lambs team up and join in, even though – or perhaps because – it seems absurd to help a dog. At night they work out strategies in their secret club and try to be smarter than the shepherd, the main dog and the flock. In the end, however, they have to realise that well-intentioned is the opposite of good. And yet a happy solution is found for Barnie, with which everyone is satisfied, even the jealous main dog Gobbo, who didn’t like Barnie at all in the beginning.

With increasing age, it is more difficult to get involved with children and their view of things. They live in their own „microcosm“ where different rules and procedures prevail. For example, the children’s room becomes a castle, a horse stable, a Star Wars universe or a tree house. There are (fortunately) no limits to children’s imagination. That’s probably why it won’t be difficult for them to get involved with this book.

To be honest, it took me a little time to get involved with this story at the beginning. But that’s more because I always need a while to ground myself with a book to get into the story. I usually read in the evening and was able to leave the stress of everyday life behind me. Often a smile crossed my face while reading and sometimes one or the other chapter made me think.

The book itself is available in paperback. It is neatly finished and has a glossy cover. On the front cover, the animal protagonist of the story „Barnie“ looks straight at me with his different coloured eyes. On the back there is a short synopsis and information about the author Marieluise Ritter, as well as the illustrator Sylvia Ritter. The pages are well filled on both sides and the font size is well chosen. Now and then there are sections in italics in which the „narrator“ gives us some more information about the story or simply expresses her opinion. The text is livened up by illustrations, some in colour and some in black and white.

Those who know my reviews know that I don’t report much about the story itself. But how should anyone who is interested know why they should read the book? All that remains for me to say is to simply embark on an adventure again. As I briefly mentioned above, take a different perspective and see the world through different eyes. And the author also takes up precisely this aspect in her book on page 24 and writes:

„There you see it again! It contributes to inner balance to look at the world from a different perspective“.
(from „Barnie and the Secret Thinkers“ page 24)

Appropriately, there is also a picture of an „upside down“ heath hog in the lower corner.

As I wrote earlier, the content of the book put a smile or two on my face. This is mainly due to the portrayal and interaction of the human and animal characters that appear in the book. Marieluise Ritter succeeds in taking the reader into the different worlds of humans and animals by letting us participate in the thoughts of the protagonists. Thus the reader learns what the shepherd Bastian and the other human actors think, feel and say, and on the other hand she takes us into the possible world of thoughts of the animal actors such as the dogs Barnie, Gobbo and Zuckerschnucke. But in order not to mix up „reality“ completely, humans and animals cannot „talk“ to each other. Of course, as in real life, there are commands for the herding dogs, but the dogs can also draw attention to their wishes through their actions.

By being able to dive into the different worlds of humans and animals, and thus understanding all of them, the reader gets a deeper insight of everything. This makes for a great story that encourages further reading and has a nice ending. Every now and then I had to think of „Shaun the Sheep“. Here, too, there is an „intelligent“ sheep, but over time it finds out that it is not alone. But intelligence does not mean that the sheep think or act like humans. But they are different from the other animals in the flock, which are primarily only interested in the food in front of their noses. Zuckerschnucke quickly finds like-minded people in the flock, however, and so they form the „Secret Thinkers“ club. They observe their shepherd Bastian and his daily activities; the groups of people who approach the flock as „tourists“ and also the herding dog Gobbo and the newly added Border Collie Barnie. It’s just great how they perceive exactly this other world. For example, Zuckerschnucke always listens when Bastian turns on the radio. She tries to understand the things she hears and to get a picture of the world. In the process, however, she always comes up with funny word creations and ways of looking at things. For example, she hears a news report on the radio about „rebels and sheep shooters“, but turns it into „deer barkers and sheep shooters“. This leads her to ask why deer now also learn to bark. Are they supposed to support the herding dogs? The truck that one day brings Barnie along is also not a „truck“ but an „Elkkaweh“. These word jokes and trains of thought run through the whole book and bring a fair amount of humour to the story.

But it doesn’t stop at fun and humour. Marieluise Ritter also incorporates knowledge and information into her story. Of course, it is primarily about the life and profession of a shepherd with all its facets. But it is not structured like a textbook. Rather, the background information comes in bits and pieces, and so I was able to learn a lot about the purpose of the sheep flocks in the Lüneburg Heath. In the „Acknowledgements“ at the end, you can also read about the various sources of information that Marieluise Ritter consulted.

Last but not least, the author also tells of the fears, hopes and wishes of humans and animals. And that’s exactly what got me thinking in between. An appeal to face one’s fears, to go one’s own way, to jump over one’s shadow, to become aware of oneself and self-confident, to be courageous, to experience community, to make friends, to be allowed to make mistakes and to develop further over time. Here the author makes use of her many years of experience as a storyteller for adults and children, as well as a reader and story writer for theatre, radio plays, picture books and story books for children and adults.

I can recommend the book not only to the intended age group of 8 to 12 years, but also to teenage and adult readers. It is also an opportunity to talk to your child and to discuss the topics mentioned in the previous section. This makes it an excellent „read aloud“ book. The great interspersed illustrations are child-friendly and encourage the reader’s imagination. Just get involved and leave everyday life behind you!

(NOTE: AS AN AMAZON PARTNER, I MAKE MONEY ON QUALIFIED PURCHASES. AMAZON AND THE AMAZON LOGO ARE TRADEMARKS OF AMAZON.COM, INC. OR ONE OF ITS AFFILIATES. THE OBULUS GOES INTO FUNDING THIS BLOG).

The book was provided by us from the author. The reviews reflect my/our own opinion of the book. If I don’t like something, I will write it down. The photos are from my camera. For the article picture I have included a photo from my camera. Despite careful control of the content, I do not assume any liability for the content of external links. For the content of the linked pages the operators of these pages are solely responsible.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.