WATCH – Glaub nicht alles, was Du siehst (Michael Meisheit – Heyne Verlag)


Lust auf einen neuen Thriller von Michael Meisheit? Seit Mitte Juni ist sein neues Werk „WATCH“ auf dem Markt zu bekommen. Nach dem ersten Buch mit dem Titel „Wir sehen Dich sterben“ war ich wirklich begeistert, wieder was vom Autor zu lesen. Worum geht es diesmal?

The english version of the text can be found below

Klappentext:

Eine unschuldige Frau wird zur Gejagten

Das Jobangebot klingt zu gut, um wahr zu sein: Tina soll für ein paar Wochen in einer Wohnung in London ein unauffälliges Leben führen und wird dafür großzügig bezahlt. Einziger Haken: Sie darf während der gesamten Zeit keinen Kontakt zu ihrem jetzigen Leben haben. Keine Anrufe, keine Mails, kein Social Media. Tina lässt sich darauf ein. Und anfangs scheint auch alles ganz harmlos. Doch dann findet sie heraus, wofür sie eingesetzt wird. Plötzlich ist sie ganz allein in einer unbekannten Stadt. Gejagt von einem Feind, der kein Erbarmen kennt. Und er hat seine Augen überall …

Das Buch kommt auf 416 Seiten mit einem ansprechenden dunklen Cover auf den Markt. Der Titel wird auf ein Hintergrundbild vom nächtlichen Londoner Bankenviertel dargestellt. Zu sehen ist angedeutet auch eine anscheinend fliehende junge Frau, die noch mal einen Blick zurück über ihre Schulter wirft. Die einzelnen Kapitel sind durchnummeriert und mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Im Prolog wird man in die Geschichte eingeführt. Hier geht es schon sofort zur Sache und der Leser landet in einer Polizei-Razzia bei einem arabischen Clan.

Der Schreibstil ist wie immer flüssig und hat mich als Leser sofort angesprochen und mitgerissen. Der Autor versteht es zwischen den einzelnen Kapiteln den Leser mitzunehmen, was ihm durch „Cliffhanger“ und Wechsel der Erzähler-Perspektiven klasse gelingt. Sein Faible für die Arbeit der Polizei bringt er durch eine vertiefende Erzählweise ebenfalls gut herüber. Besonders haben mir die Recherchen des Autors zur Geschichte gefallen. Die im Buch beschriebenen Orte und Institutionen wurden vom Autor vorher besucht. Ich habe mir das Gebäude von Europol in Den Haag im Netz mal angesehen. Es passt zur Beschreibung und auch das Umfeld lässt sich wiederfinden. Erst zum Ende des Buches habe ich in Erfahrung bringen können, dass der Autor auch einen Besuch und eine Führung bei Europol selber mitgemacht hat. Aber auch andere im Buch vorkommende Orte und Objekte wurden von ihm in Augenschein genommen.

Die Geschichte wird in erster Linie aus Sicht der zwei Protagonisten erzählt. Da wäre zum einen die junge Frau Tina und dem Europol Mitarbeiter Nael. Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt des Buches verraten, daher werde ich jetzt auch nicht näher auf weitere Charaktere eingehen. Nur so viel, es passt alles prima zusammen. Gerade die im Buch umschriebene Entwicklung von Tina hat mir gefallen. Als Leser erfährt man während der Geschichte einiges aus Tina‘s Vergangenheit, wodurch der Charakter wirklich gut in Szene setzt. Auch die Hintergründe der anderen Charaktere werden dem Leser vom Autor ausgeleuchtet. So werden auch die Motive und Handlungen der Personen nachvollziehbar.

Thematisch geht es in erster Linie um die Möglichkeiten der digitalen Überwachung.  Europol nutzt dazu ein Überwachungssystem mit dem Namen „WATCH“. Das steht für „Widescale Automated Tele Cogniton Hub“. Das System hat Zugriff auf Millionen Überwachungskameras der teilnehmenden Staaten. Mit Hilfe einer intelligenten Software, können Personen identifiziert und verfolgt werden. Benutzt werden hierbei nicht nur Straßenverkehr Kameras, sondern auch Kameras von Bankautomaten und Geschäften. Natürlich ist es erst einmal Fiction. Aber ist dies wirklich so?  Passend dazu findet sich im Buch ein zutreffendes Zitat:

„Hier in Den Haag sezierten sie das Verbrechen aus der Ferne“.

aus „WATCH – Glaub nicht alles was du siehst (Michael Meisheit) – Heyne Verlag – 07/2021 – Seite 44

Michael Meisheit bringt dieses Thema gut rüber und setzt es im Rahmen einer spannenden Clan-Story gut in Szene.  Ein spannendes Katz- und Maus-Spiel mit einem großartigen Ende. Aber lassen sie sich selber überraschen. Es ist ein gelungener Thriller und ein tolles zweites Buch aus der Feder des Autors. Ach ja!  Diesmal konnte ich keinen Logik-Fehler im Buch finden. 🙂 

 

Bildschirmfoto 2021-07-19 um 23.28.48

Wir sehen dich sterben – Thriller von Michael Meisheit (Heyne Verlag)

  • Herausgeber:Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. Juni 2021)
  • Sprache: ‎ Deutsch
  • Taschenbuch:416 Seiten
  • ISBN-10:3453424484
  • ISBN-13:978-3453424487
  • Abmessungen:11.9 x 3.1 x 18.7 cm
  • Link zu Amazon

zum Autor:

Michael Meisheit – Jahrgang 1972 – hat an der Filmakademie Baden-Württemberg Film studiert – mit dem Schwerpunkt „Drehbuch“. Sozusagen vom Studium weg wurde er 1997 als Drehbuchautor für die Fernsehserie „Lindenstraße“ engagiert, für die er in den folgenden zwanzig Jahren knapp 400 Folgen geschrieben hat. Seit 2012 veröffentlicht er – vor allem unter dem Pseudonym Vanessa Mansini – humorvolle Liebesromane. Mit „Nicht von dieser Welt“ gewann er 2014 den Indie-Autoren-Award der Leipziger Buchmesse. Insgesamt hat er fast 200.000 Bücher und Hörbücher im Selfpublishing an die Leser*innen gebracht. Im Oktober 2019 erschien sein erster Thriller „Wir sehen Dich sterben“ bei Heyne. Meisheit lebt mit seinen zwei Kindern in Berlin-Kreuzberg.

Website und Blog des Autors:

http://michaelmeisheit.de

Facebook Seite

(HINWEIS: ALS AMAZON-PARTNER VERDIENE ICH AN QUALIFIZIERTEN KÃUFEN. AMAZON UND DAS AMAZON-LOGO SIND WARENZEICHEN VON AMAZON.COM, INC. ODER EINES SEINER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN. DER OBULUS WANDERT IN DIE FINANZIERUNG DIESES BLOGS.)
Das Buch wurde von uns vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezensionen spiegelt meine/ unsere eigene Meinung zu dem Buch wieder. Wenn mir was nicht gefallen sollte, so schreibe ich dies auch nieder. Die Fotos stammen aus meiner Kamera. Für das Beitragsbild habe ich ein Foto meines Sohnes mit eingearbeitet. Es stammt von seiner Stufenfahrt nach London. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Welcome on my blog

Fancy a new thriller by Michael Meisheit? His new work „WATCH“ has been on the market since mid-June. After the first book entitled „We’ll See You Die“, I was really excited to read something by the author again. What is it about this time?

Blurb:

An innocent woman becomes the hunted

The job offer sounds too good to be true: Tina is to live an inconspicuous life in a flat in London for a few weeks and is paid generously for it. The only catch: she is not allowed to have any contact with her current life during the entire time. No phone calls, no emails, no social media. Tina agrees to it. And at first everything seems quite harmless. But then she finds out what she is being used for. Suddenly she is all alone in an unknown city. Hunted by an enemy who knows no mercy. And he has his eyes everywhere …

The book comes in at 416 pages with an attractive dark cover. The title is depicted on a background image of London’s banking district at night. There is also a hint of an apparently fleeing young woman, who takes another look back over her shoulder. The individual chapters are numbered consecutively and given a place and time. The prologue introduces the reader to the story. Here, things get down to business immediately and the reader ends up in a police raid on an Arab clan.

The writing style is, as always, fluent and immediately appealed to me as a reader. The author knows how to carry the reader along between the individual chapters, which he does brilliantly by using cliffhangers and changing the narrator’s perspective. He also conveys his penchant for the work of the police well through an in-depth narrative style. I particularly enjoyed the author’s research into the story. The places and institutions described in the book were visited by the author beforehand. I took a look at the Europol building in The Hague on the net. It fits the description and the surroundings can also be found. It was only at the end of the book that I found out that the author had also visited Europol and taken a guided tour there. But he also visited other places and objects in the book.

The story is told primarily from the point of view of the two protagonists. On the one hand, there is the young woman Tina and the Europol employee Nael. I don’t want to give away too much of the book’s content, so I won’t go into more detail about the other characters. Only this much, everything fits together perfectly. I particularly liked Tina’s development as described in the book. As a reader, you learn a lot about Tina’s past during the story, which really sets the scene for the character. The backgrounds of the other characters are also illuminated for the reader by the author. This makes the motives and actions of the characters comprehensible.

Thematically, it is primarily about the possibilities of digital surveillance.  Europol uses a surveillance system called „WATCH“. This stands for „Widescale Automated Tele Cogniton Hub“. The system has access to millions of surveillance cameras in the participating states. With the help of intelligent software, people can be identified and tracked. Not only road traffic cameras are used, but also cameras from ATMs and shops. Of course, it is fiction at first. But is this really the case?  Appropriately, there is an apt quote in the book:

„Here in The Hague they dissected crime from a distance“.

from „WATCH – Don’t believe everything you see (Michael Meisheit) – Heyne Verlag – 07/2021 – page 44

Michael Meisheit brings this theme across well and sets it well within the context of an exciting clan story.  An exciting cat and mouse game with a great ending. But let yourself be surprised. It is a successful thriller and a great second book from the author’s pen.

to the author:

Michael Meisheit – born in 1972 – studied film at the Baden-Württemberg Film Academy – with a focus on „screenwriting“. From his studies, so to speak, he was hired in 1997 as a screenwriter for the television series „Lindenstraße“, for which he wrote almost 400 episodes in the following twenty years. Since 2012 he has been publishing humorous romance novels – mainly under the pseudonym Vanessa Mansini. With „Nicht von dieser Welt“ (Not of this World), he won the Indie Author Award at the Leipzig Book Fair in 2014. In total, he has brought almost 200,000 books and audio books to readers through self-publishing. In October 2019, his first thriller „Wir sehen Dich sterben“ was published by Heyne. Meisheit lives with his two children in Berlin-Kreuzberg.

Website and blog of the author:

http://michaelmeisheit.de

Facebook page

(NOTE: AS AN AMAZON AFFILIATE, I EARN MONEY ON QUALIFIED PURCHASES. AMAZON AND THE AMAZON LOGO ARE TRADEMARKS OF AMAZON.COM, INC. OR ONE OF ITS AFFILIATES. THE OBULUS GOES TOWARDS THE FUNDING OF THIS BLOG).
The book was provided to me by the author. The review reflects my/our own opinion of the book. If I don’t like something, I will write it down. The photos are from my camera. For the post picture I have included a photo of my son. He took it on his school trip to London. Despite careful control of the content, I assume no liability for the content of external links. The operators of the linked pages are solely responsible for their content.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.