Faranon: Die rote Flut – Band 1 (Michelle Freund)

Ich möchte heute ein besonderes Buch vorstellen. Im März hat mich die Autorin des Buches kontaktiert und mich gefragt, ob ich es mir mal durchlesen könne und rezensieren könne. Zu dem Zeitpunkt gab es noch keine Printausgabe. Ich habe von Ihr eine Ebook-Fassung bekommen und angefangen zu lesen. Eigentlich wollte ich es auch mit meinen Jungs zusammen lesen, die jedoch keine Lust hatten.

Während des Lesens habe ich Kontakt mit der Autorin gehabt. Ich habe ihr meine Meinung mitteilen dürfen und auch ein paar Vorschläge gemacht. Sie hat sich daraufhin noch mal hingesetzt und ihr Werk weiterbearbeitet. Herausgekommen ist nun die erste Printausgabe eines bezaubernden Fantasy-Romans, den ich nun vorstellen möchte.

Klappentext:

Bildgewaltige Fantasy und ein aufregendes Abenteuer bieten ein spannendes
und mitreißendes Lesevergnügen zum Thema Klimawandel.

Lausche dem Meer, dass groß und gewaltig ist und in seinen Tiefen die schönsten Wunder verbirgt! Das Königreich Faranon liegt versteckt im Great Barrier Reef, bewohnt von den winzigen, ungewöhnlichen Korallenwesen.
Doch Verrat, Intrigen und ein machtgieriger Herrscher aus dem Norden bedrohen das Königreich!  In ihrer Not erhoffen sich die Korallenwesen Hilfe vom Meeresgott Eburon. Sein Eispalast ist das Ziel des jungen Boten Suli Neron. Leider weiß niemand, wo sich dieser Palast befindet.

Und so beginnt für Suli eine abenteuerliche Reise durch die Weltmeere…

Wenn man das Buch in Händen hält, sticht einem erst einmal das Cover ins Auge. Es ist farbenfroh und ansprechend gestaltet und spiegelt auch schon ein wenig den Inhalt der Geschichte wider. Das Schriftbild ist groß gehalten und zwischenzeitliche Absätze bringen Struktur in das Buch. Neben der Auflistung der einzelnen Kapitel mit Seitenangaben findet sich ein Prolog und ein Anhang.

Und damit wären wir dann auch schon beim Inhalt. Der Prolog führt den Leser in die Geschichte ein und stellt die Entstehungsgeschichte und die einzelnen Völker vor. Ich finde diese Art schon sehr ansprechend, da ich immer wieder mal dahin geblättert habe, um mir noch mal vor Augen zu halten, wo die Völker leben und was sie ausmacht. Doch nicht nur dort schaute ich ab und zu mal rein, sondern auch in den Anhang. Dort werden die einzelnen Charaktere noch mal aufgelistet.

Ich musste dabei ein wenig an die „Herr der Ringe“ Trilogie denken. Als ich sie damals las, habe ich mir die Karte aus dem Buch an die Wand gehängt und immer darauf verfolgt, wohin die Gruppe des Ringträgers gerade war. Leider ist im Buch keine Karte der Weltmeere vorhanden. Gerade bei der angekündigten Reise von Suli wäre es ebenso toll, den Weg durch die Weltmeere nachzuvollziehen. Aber es sollen ja noch ein zweiter und dritter Band folgen.

Auf den Inhalt des Buches möchte ich in meiner Rezension gar nicht so sehr eingehen. Ich möchte aber erwähnen, dass es ein spannendes Abenteuer ist, welches den Leser in seinen Bann zieht. Hier wird die Fantasie des Lesers angeregt, sich auf eine völlig neue Welt einzulassen. Er lernt neue Völker kennen und die beteiligten Charaktere. Ich brauche eine Weile, um mich in der „neuen Welt“ heimisch zu fühlen. Das erkläre ich aber mal mit meinem Alter 😉 . Kinder und deren Fantasie ist aber hier keine Grenze gesetzt. Ich nenne an dieser Stelle mal ein paar der einzelnen Völker: Tyrkaner, Salpeken, Elianer, Faraner. Allein schon die diversen Namen zu kommen, zeugt von viel Phantasie. Diese springt dem Leser in den einzelnen Kapiteln förmlich an. Die Kapitel sind so geschrieben, dass sie zum Weiterlesen motivieren.

Auch die Frage, ob es ein Buch für Jungen oder Mädchen ist, stellt sich nicht unbedingt. Es ist alles zu finden: von Krieg, Verrat, Liebe, Sehnsucht, Familie, Freunde, Ängsten, Verlust, Hoffnung, Glück und noch vieles mehr. Hier findet jeder Leser seine „Lücke“ und seine Lieblingscharaktere. Auch ich als Erwachsener habe mich darin gefunden.

Ich durfte, wie bereits schon Anfangs erwähnt, über den ersten Band hinaus lesen und muss sagen, dass die Geschichte nicht arm an Spannung und Überraschungen wird. Es treten immer wieder neue Wesen auf, und die Autorin versteht es ihnen einen eigenen Charakter zu geben und diese damit zum „Leben“ zu erwecken. Leider muss ich nun auch auf die Fortsetzung warten, um zu erfahren, wie die Geschichte um Suli und seinen Freunden enden wird.

Ein kleiner Schatten ist jedoch auch zu erwähnen. Die im Klappentext angegebene Verknüpfung mit dem Thema „Klimawandel“, habe ich nicht so richtig im Buch wiedergefunden. Ich verknüpfe mit dem Thema und der angesprochenen Zielgruppe des Buches die „Friday For Future“ Bewegung um Greta Thunberg. Da wird das Thema „Klimawandel“ am CO2 Ausstoss, der Umweltverschmutzung, dem immer größer werdenden Plastikmüll (auch in den Weltmeeren), der Temperaturerhöhung und weitere Themen fest gemacht. Davon berichtet die Autorin jedoch nicht.

Vielmehr wird hier der Lebensraum „Meer“ vorgestellt, wie er sein sollte. Die Geschichte selber spielt vor ein paar Jahrhunderten. Ein unbeschädigter Lebensraum, auf den der Mensch keinen Einfluss hat. Keine Industrie, keine Technik, kein Müll! Hier kommen die Gefahren durch „machtgierige Herrscher“ und deren Handeln.

Ich habe mich mit Michelle Freund darüber ausgetauscht und sie schrieb mir dazu:

„In Australien verursacht die Entsorgung von Düngemittel durch die Landwirtschaft eine erhöhte Population von Seesternen, deren überhäufte Angriffe auf die Korallenbänke in den letzten Jahre eine Menge Schäden verursachten. Alle anderen von Menschenhand verursachten Symptome (Treibhauseffekt, Überfischung, Verdreckung usw.) führen nicht nur zur Artenverschiebung bzw. Artensterben, sondern auch zum massiven Absterben der Korallenriffe – der vom Mensch gemachte Klimawandel ist also kein Aufreißer, sondern traurige Realität. Ich habe es nur nicht direkt angesprochen, sondern in eine Fantasiegeschichte umgewandelt.

Vielleicht hätte ich statt Klimawandel den Begriff „Umweltverschmutzung“ oder ähnliches verwenden sollen. Wäre klarer gewesen. Ich überlege mir das noch für den zweiten Band, den ich gerade überarbeite.

Allerdings hast Du mich Deiner Frage gerade auf eine wunderbare Idee gebracht, die ich im zweiten Band verarbeiten werde!“

Zitat aus einer Mail von Michelle Freund

Unter dem Gesichtspunkt ist vieles besser zu verstehen. Ob die angesprochene Zielgruppe jedoch den Spagat hinbekommt, wag ich ehrlich zu bezweifeln.

Trotz alledem ist es ein tolles, hervorragendes Werk. Mal weg von Technik und Action, hinein in eine neue Fantasie-Welt der Meere. Vielleicht hat dies aber auch meine Jungs abgeschreckt, die im Moment eher Romane wie „Boy In A White Room“ oder „Agent Impossible“ lesen wollen.

Mal wieder ein Lieblingszitat aus dem Buch:

„Wenn man den alten Erzählungen glauben wollte, hatte er noch ein weiteres Volk erschaffen, das von seinen eigenen Nachkommen abstammte und angeblich irgendwo an Land lebte.

Aber das war nur ein Gerücht…oder?“

aus „Faranon: Die rote Flut – Band 1 (Michelle Freund)“

Update vom 15.06.2017

Nach meinem Hinweis mit den Karten, hat sich Michelle Freund hingesetzt und zwei Karte zum Buch gezeichnet.

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Save The Date: 

Michelle Freund hat den zweiten Band für Dezember 2019 angekündigt. Dann geht die Geschichte um Suli weiter. Der zweite Band wird den Titel „Das silberne Tor“ tragen. Zwei weitere Bände sind in Planung.

Faranon: Die rote Flut – Band 1 (Michelle Freund)

  • Taschenbuch: 296 Seiten
  • Verlag: BoD – Books on Demand; Auflage: 1 (28. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3749423547
  • ISBN-13: 978-3749423545
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 1,7 x 21 cm
  • Link zu Amazon

 

Über die Autorin:

Michelle Freund verschlang als Kind alles, was sie aus der Leihbücherei nach Hause tragen konnte. Inspiriert durch die Werke von Tolkien und Tad Williams begann sie Fantasy-Geschichten zu schreiben.
Handlungsort ihrer Erzählungen sind die Meere unseres Planeten, sowie deren Bewohner und ihre Abenteuer – spannend, bildgewaltig und voller Wunder.
Faranon ist ihre erste Veröffentlichung.

Wer noch weitere Informationen über Michelle Freund lesen möchte, kann sich auf diesen Links informieren:

https://www.mermaid-meeka.de

 

Nachtrag in eigener Sache:

Wie auch bei meinen anderen Rezensionen versuche ich immer Informationen zum Autor zu recherchieren. Meist fragen die Autoren bei mir wegen einer möglichen Rezension an. Ich trete dann in Kontakt zu ihnen und stelle die ein oder andere Frage. Meist entsteht daraus eine gute Zusammenarbeit. So war es auch in diesem Fall. Die Zusammenarbeit erstreckte sich von Anfang März bis zum heutigen Tag. Es war ein reger Austausch, der mir wirklich gefallen hat. Ich konnte ehrlich meine Meinung zu dem Skript äußern. Michelle hat sich dies angehört und den ein oder anderen Vorschlag aufgenommen. Heute hatte ich auch noch mal Kontakt zu ihr und sie gab mit unter anderem auch die Erlaubnis den Inhalt einer Mail zu zitieren. Gleichzeitig bat sie mich auch darum, einen weiteren Teil ihrer heutigen Mail mit zu veröffentlichen:

„Ich möchte sich auf diesem Weg ganz herzlich bei Dir (Andreas) für die Mühe, die Du Dir gemacht hast und Deine Tipps bedanken! Das war eine richtig gute Zusammenarbeit, die wir hoffentlich fortsetzen können!“

Zitat aus einer Mail von Michelle Freund (10.06.2019)

Vielen Dank für die lieben Worte!

 

(HINWEIS: ALS AMAZON-PARTNER VERDIENE ICH AN QUALIFIZIERTEN KÃUFEN. AMAZON UND DAS AMAZON-LOGO SIND WARENZEICHEN VON AMAZON.COM, INC. ODER EINES SEINER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN.)
Das Buch wurde mir vom Verlag zu einer Rezension zu Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich bei dem Verlag bedanken. Ich suche mir die Bücher selber aus und die Rezensionen spiegeln meine eigene Meinung zu dem Buch wieder. Wenn mir was nicht gefallen sollte, so schreibe ich dies auch nieder. Die weiteren Bilder stammen aus meiner Kamera. Das Hintergrundbild des Beitragsbilds stammt von wembley auf Unsplash.

 

 

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